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sm: Wia long widmesch du di schun in Snowboarden und wenn hosch du erkonnt, dass du vom Sport leben konnsch?


OV:
Snowboarden tua i schun ziemlich long. I hon vor circa 24 Johr ungfongen, do wor i 6 oder 7 Johr olt. I hon es Snowboard auf die Skipisten gsegen und wollt des logisch glei probieren. Als Kind isch oan net wichtig wos man do vordiant oder ob des a Orbeit werden konn, nor hon is oanfoch getun weils mor gfollt und weil i des oanfoch tian hon gwellt. Bin nor so longsom zu die Rennen kemmen und irgendwenn versteat man nor a, dass man des zun Beruaf mochen konn und sobol i sel verstonden hon, hon i gsog ok des will i mochen, des soll mein Beruaf werden und jo zum Glück ischs so gworden.

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sm: Von Beruf bisch du professioneller Soldat, wie isch dor Weg vom Soldat zum Sportler?


OV:
 Jo, also i bin in dor Sportgruppe vom Militär, des hoast i bin iatz koan gwenlicher Soldat sondern Sportsoldat sozusogen. Des isch a super Soche, weil so wert mir vom Stoot gholfen, weil ohne die Sportgruppe war des gor net meglich Vollzeit Sport zu mochen, vor ollem net in die jüngern Johr, wo man vielleicht no net so guat isch und net so guate Ergebnisse erzielt hot. Des wor mein Start in dor Sportgruppe, seit sem bin i nor richtig guat gworden. I hon gwisst i konn Vollzeit trainieren, so isch es zu mein Beruaf gworden und mein Traum isch in Erfüllung gongen. Seit sem bin i richtig durchgstartet.

„Sogmor mehr wia Glick vielleicht sollet man koan Pech hobn“
sm: Welche Vorraussetzungen braucht a Profisportler?


OV:
Jo, zum Profisportler brauchts viel, also es brauch sicher a gewisses Talent, es brauch an sehr groaßen Fleiß und vielleicht es oan oder ondere Mol a Glick im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein. Sogmor mehr wia Glick, vielleicht soll man koan Pech hobn. Es isch oanfoch viel Ehrgeiz, vor ollem in jungen Johr, in der Zeit von der Pubertät, wo man nor viele ondere Sochen sig und mol ausgian will und es oan oder ondere tian will, ober do hoasts durchbeißen und fleißig trainieren.

„…in erschten Sieg im Weltcup, den vergisst man nia!“
sm: Du hosch in deinor Karriere viele Erfolge erzielt, drunter die Silbermedaille bei dor Weltmeischterschoft 2019 oder die Goldmedaille im Team Weltcup 2018 und viele ondere. Ober welchor von die bisherigen sportlichen Siege isch fir die eppes Bsunders?


OV: 
Also sicher gonz eppes Bsunders wor mein Junioren-Weltmeischtortitel, der wor 2009. Do wor i zum ersten Mol auf gonz hoachen internationalen Niveau, wo i erkonnt hon, dass i richtig guat bin. An ondern Sieg, denn i nia vergessen wer, isch sicherlich dor erschte Weltcupsieg, des wor in Montafon in Österreich. Des wor es erste Rennen von dor Saison, ober man woas nia genau, wia stork man in die Saison eini startet, vor ollem weil i net so viel Weltcup gfohren bin dorvor. I bin zwor 2 Johr gfohren, ober hon nia an Podeschtplotz gmocht, des wor dor erschte Sieg im Weltcup, den vergisst man nia.

sm: Wos bedeitet es sich auf a Weltmeisterschoft vorzubereiten und wia schaug dein Training aus?


OV:
Die Vorbereitung auf die Rennen dauert logisch long, es isch a Vorbereitung de über Johre dauert, also von kloan auf bin i ollm fleißig Snowboard gfohren. Mitn Trockentraining hon i erst awian speter ungfongen. Auf die spezifischen Rennen trainiert man vum Summer aweck, des hoaßt schun gonz friah in dor Saison. Die Saison heart normal so März/April auf, nor losst man sich so oan Munat bis oanaholb Munat Pause und donn geats in Mai eigentlich schun wieder zum Training, um sich auf draufkemmende Saison vorzubereiten und trainiert in gonzen Summer durch. Mir mochen sehr viel Trockentraining, viel Krofttraining und ob September geats nochher zum Snowboarden und sem geats nor bis die Rennen unfongen.

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sm: Bisch du oft an ondere Orte zum trainieren, wo bessere Bedingungen sein, oder finden die Trainings ollm in Südtirol stott?


OV:
Also, es Training findet bissl überoll stott. I bin ollm froah wenn i dorhoam trainieren konn, also do bei ins in Südtirol. In Summer es Trockentraining isch gonz oanfoch, hem konn i viel dorhoam bleiben, mein Training durchziachen und eben bei Familie und Freinde bleiben, wos ollm guat Energie tanken hoaßt noch a horter Saison. Wos es schneatechnische unbelongt, seinmor ob September auf die Gletscher unterwegs, weil sem logisch Schnea isch, do kimmps a drauf un wo mol guat isch oder mol letzer. Suscht trainier i viel in Meran 2000, mein Hoamskigebiet und do bin i logisch ollm gern, es isch net weit weck, eigentlich super für mi. Die Pisten sein guat und übern Winter schaug i viel oben zu fohren.
Wenn mor es Training mit der Nationalmonnschoft hingegen hoben, sein mor meischtens aweck und sell heng dorfun ob wo sie ins die Pisten bauen und wo holt die Trainer entscheiden.

„Klimawondel merkt man ziemlich stork, also i konn sogen i bin seit foscht 15 Johr auf die Gletscher unterwegs und es isch echt traurig zu segen wias zruggeat und man sigs wirklich oanfoch von Johr zu Johr wia die Schneadecke schmilzt und es isch echt brutal zuazuschaugen.“
sm: Merksch du als Wintersportler a in Klimawondel, wenn es auf die Gletscher trainierts, dass wianiger Schnea isch?


OV:
Klimawondel merkt man ziemlich stork, also i konn sogen i bin seit foscht 15 Johr auf die Gletscher unterwegs und es isch echt traurig zu segen wias zruggeat und man sigs wirklich oanfoch von Johr zu Johr wia die Schneadecke schmilzt und es isch echt brutal zuazuschaugen. In den Moment isch mein Training in vorderschter Front, wo ollm Schnea sein sollte und sel isch heintzutog leider nimmer so, deswegen isch fir mi die Umwelt gonz a groaßes Thema.

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sm: Vor a Munat hosch du es Snowboardcross-Weltcuprennen in Big White in Kanada gwunnen. Wia hot sich des für di ungfühlt und wia laft die Saison suscht bis eaz?


OV:
Jo, a groaßer Erfolg huier wor mein Sieg in Big White in Kanada beim letschten Weltcuprennen. Es isch a Sieg der net gonz erwortet, ober a net unerwortet kemmen isch, weil i gsog hon de Saison will i mol komplett genießen, i will oanfoch lei a Freid hobn, i gea net zum Rennen zui und muas des iatz auf biagen und brechen gwinnen. Die Saison isch guat gstartet, weil i schun a Podeschtplotz in Montafon gmocht hon, nor bin noch Big White kemmen und die Piste hot mor gepasst und eigentlich isch dor gonze Tog guat verloffen.

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sm: Wia du vorher erwähnt hosch, bisch du viel unterwegs es gonze Johr. Wia bisch du sem in Verbindung mit deiner Familie und Freinde? Welche Rolle spielt sem dein Handy für die und wieviel Zeit verbringsch du dormit?


OV:
Heintzutog isch es logisch leicht, mitn Handy konn man iberoll und ollm erreichbor sein. Isch iatz in mein Foll ziemlich guat, weil i viel aweck bin und des gibt mor die Meglichkeit ollm in Kontakt zu sein mit die Leit dorhoam. I bin iatz net oaner der 24/7 beim Handy zui isch, ober mir gfollts hoam telefonieren zu kennen, whatsappen mit die Kollegen, mit meiner Freindin und so weiter. Es isch a groaße Hilfe wenn man es Handy mithot und von überoll her erreichbor isch und a jemand erreichen konn.

sm: Auf welches Rennen bereitesch du die zurzeit vor und welches Ziel hosch du dir für des Rennen gsetzt?


OV:
Iatz es negste Weltcup-Rennen isch in Spanien und zwor am 7. März. Des isch es vorleschte Rennen dor Saison und i bin logisch sehr, sehr gsponnt und i frei mi brutal dort hinzufohren und will logisch wia bei olle Rennen es Beschte geben und nor a guats Ergebnis erzielen.

sm: Donn druck mor dir die Daumen! 🙂